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Warum denke ich, dass ich ein geeigneter Bürgermeister für Warendorf bin?

Die Antwort ist einfach! Ich wünsche mir einen Bürgermeister,

  • der denkt und handelt wie ich.
  • dem wichtig ist, was mir wichtig ist.
  • der mein Verständnis von der Rolle und den Aufgaben eines Bürgermeisters hat.

 

 

Welche Einstellungen prägen mein Denken und Handeln?

Ich bin zugleich besonnen und heiter, optimistisch und realistisch, weltoffen und in Freckenhorst und Warendorf verwurzelt. Ich bin unaufgeregt und handle umsichtig. Zugleich lerne ich gerne Menschen kennen, kann gut zuhören und andere Standpunkte nachvollziehen.

Ich habe klare Positionen und Werte, scheue mich aber auch nicht, meine Meinung zu überdenken und sie bei überzeugenden Argumenten zu ändern. Ich lasse nicht die lautesten, sondern allein gute Argumente gelten. Ich lerne schnell, aber niemals aus!

„Wir müssen streiten – und zwar um die besten Argumente”

Ich war eine Weile woanders und trotzdem nie weg. Ich will nicht einfach Bürgermeister sein, ich will Bürgermeister von und für Warendorf sein! Ich will in Warendorf, in meiner Heimat etwas bewegen – und hierfür bin ich bereit, alles zu investieren. Ich gehe das Risiko ein, vom grellen Scheinwerfer geblendet zu werden, denn die Sache ist es wert.

Ich bin Jurist (Prädikat in beiden Examina), habe während meines Referandariats in der deutschen Botschaft in Washington D.C. gearbeitet und habe Erfahrungen als Rechtsanwalt in der freien Wirtschaft und in verschiedenen namhaften Kanzleien sowie in der Verwaltung und der Personalführung gemacht. Ich habe gelernt, Argumente abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

Vor allem bringe ich einen unverstellten Blick mit.

Welche Positionen vertrete ich?

Ich will, dass wir uns hinterfragen. Warendorf geht es gut, aber ist das etwa schon alles?

Mobiles Warendorf – mobile Ortsteile

  • Ich will ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für Warendorf und alle Ortsteile. Die B64n kann meines Erachtens nicht dazu beitragen. Die Vorteile der Verkehrsverlagerung (weniger Verkehr im Ortskern, vermeintlich bessere Anbindung) können die Nachteile nicht überwiegen. Der Bau würde einen nie da gewesenen Flächenfraß und ein Trennungsbauwerk zwischen Warendorf und Freckenhorst bedeuten.
  • Neben der Vollendung der Stadtstraße Nord, könnten eine grüne Welle und Kreisverkehre auf der jetzigen B64 für Entzerrung des Verkehrsflusses sorgen.
  • Ich bin davon überzeugt, dass wir in Zeiten der Mobilitätswende mehr Geld in Radschnellwege und den öffentlichen Nahverkehr investieren müssen. Wir brauchen mehr Schienen und weniger unbeschrankte Bahnübergänge, mehr und günstigere Busse und Bahnen und eine bessere und zuverlässige Taktung. Meines Erachtens brauchen wir aber auch eine Umgehungsstraße für Freckenhorst, denn dort ist der Ortskern nicht für die derzeitige Belastung durch den täglichen Verkehr ausgelegt.
  • Digitalisierung und Netzausbau müssen weiter konsequent vorangetrieben werden, damit Warendorf auch online mobil bleibt.

Grünes Warendorf – grüne Ortsteile

  • Ich will, dass wir weniger Müll und mehr Ökostrom produzieren, dass wir uns das ambitionierte Ziel geben, klimaneutral zu werden.
  • Wir brauchen eine Emsinsel für alle: Die Chance einer Renaturierung der Industriefläche Brinkhaus muss ökologisch und zukunftsweisend genutzt werden. Erhaltenswertes muss möglichst erhalten werden, egal ob Bäume oder historische Gebäude. Am Ort der alten Werkhallen kann Alt und Neu vereint werden. In der Brache liegt eine Jahrhundertchance für Warendorf. Ich persönlich bevorzuge eine möglichst umfangreiche Entsiegelung der Flächen, Umnutzung des Bestands und allenfalls vorsichtige Neubebauung (Hostel, Tagungsräume, lokale Gastronomie, Plätze der Begegnung können geschaffen werden).
  • Hier sehe ich eine Pflicht des Bürgermeisters darin, zwischen den verschiedenen Interessen zu vermitteln und trotzdem nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Denn am Ende bleibt die „Emsinsel für alle“ ein gesamtgesellschaftliches Projekt für Warendorf, bei dem die Interessen des Investors sicher berücksichtigt werden müssen, aber nicht ausschlaggebend sein dürfen.

Lebendiges Warendorf – lebenswerte Ortsteile

  • Ich will mehr sozialen und mehr bezahlbaren Wohnraum für alle. Wir müssen in allen Stadt-und Ortsteilen sicherstellen, dass junge Menschen im Ort bleiben wollen und können. Hier gilt es mit Augenmaß, Lösungen für Alt und Jung, für Familien und Alleinstehende zu finden.
  • Ich will, dass wir eine Schul- und Sportstadt bleiben, in der Kinder schwimmen lernen können und in der wir Inklusion leben. Die Voraussetzungen hierfür müssen durch eine bestmögliche Ausstattung unserer Schulen und Sportstätten geschaffen werden.
  • Ich will, dass alle Ortsteile lebenswert bleiben. Wo der letzte Supermarkt geschlossen hat, müssen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort gute Lösungen finden und fördern. Genossenschaftliche Konzepte könnten eine Alternative sein.
  • Wir müssen in unserer Stadt und ihren Ortsteilen Raum für Kultur, aber auch für Gaststätten erhalten und ausbauen. Denn wir brauchen weiterhin vielfältige Räume der Begegnung, des Miteinanders, des Austausches.
  • Ich möchte, dass wir vor Ort attraktive Arbeitsplätze halten und neue schaffen. Ich möchte, dass wir keine reine „Schlafstadt“ werden und dass möglichst viele Arbeitswege innerhalb der Stadtgrenzen zu Fuß, mit Rad oder Bus zurückgelegt werden können. Hierfür brauchen wir eine starke Wirtschaft vor Ort und müssen insbesondere Innovationen und Gründer unterstützen.

Was ist mein Verständnis von der Rolle des Bürgermeisters?

Ein Bürgermeister muss Vermittler sein, muss Sprachrohr sein und kann nicht ausschließlich seine eigene Agenda durchsetzen. Er muss konsensorientiert eigene Ideen voranbringen und so platt es klingt: Der Bürgermeister muss für alle da sein, ob für seine Wähler oder Nichtwähler, ob für die Bewohner der Ortsteile  oder Kernstädter, ob für Zugezogene oder Warendorfer in der fünften Generation.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass viele Zukunftsentscheidungen andernorts getroffen werden und der Gestaltungsspielraum eines Warendorfer Bürgermeisters begrenzt ist. Umso mehr muss dieser Spielraum voll ausgenutzt werden.

In einer Demokratie gehen politische Entscheidungen fast immer mit Gegenpositionen einher, keine Frage: wir müssen streiten – und zwar um die besten Ideen! Daher ist es umso wichtiger, dass alle Meinungen faires Gehör finden – solange sie in gegenseitigem Respekt und frei von Hass vorgetragen werden. Form und Atmosphäre der politischen Willensbildung müssen unter verstärktem Bürger- und Bürgerinneneinbezug wieder offener werden.

Ich bin der Überzeugung, dass ein Bürgermeister, der nicht an eine Partei gebunden ist, dieser Rolle einfacher gerecht werden kann. Ein Bürgermeister muss sich seiner exponierten Position bewusst sein und die Möglichkeit seiner Einflussnahme im Sinne der Stadt und ihrer Bewohner nutzen. Er muss Diskussionen anstoßen, sich Zukunftsfragen nicht verweigern und mutige Entscheidungen treffen, konstruktiv nach Lösungen suchen, Kontakte herstellen und wahrnehmen. Er muss sich der Stärken seiner Stadtverwaltung bewusst sein und diese zielgerichtet einsetzen und fördern. Ein Bürgermeister sollte sich der Verantwortung seines Amtes bewusst sein. Vor allem sollte er aber wertschätzen, dass er den interessantesten Beruf der Stadt ausüben darf.